Sonja Vordermaier & Geelke Gaycken | Kunstverein Harburg
15. August 2008 | Von netsamurai | Kategorie: Archiv
Mit dieser Ausstellung setzt der Harburger Kunstverein den im Jahr 2007 begonnenen und bis 2009 geplanten Ausstellungszyklus Reihe:Ordnung sagt fort, der unter verschiedenen Schlagworten (Arbeit, Liebe, Geld, Sex, Macht, Freiheit, Zukunft) zeitgenössische KünstlerInnen, -gruppen und Ausstellungsmodelle vorstellt und ihren ästhetischen Zugriff auf das jeweilige Thema verhandelt.
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Arbeit, Liebe, Geld, Sex, Macht, Freiheit, Zukunft – sieben Schlagworte für den Kunstverein Harburger Bahnhof, die Erwartungen freisetzen. Reihe:Ordnung ist ein seit 2007 über zwei Jahre angelegtes Ausstellungskonzept, welches sich jeweils einem dieser Titel mit unterschiedlichen künstlerischen Zugriffen widmet. Jede einzelne Ausstellung der Reihe:Ordnung spielt mit diesen Erwartungen. Neben den vorherrschenden Denkmustern entwirft das Leben zwangsweise Widersprüche, setzt uns Tag für Tag der eigenen Erfahrung aus und das Reflektieren der Wirkungen scheint notwendig. Der Kunstverein Harburger Bahnhof e.V. bietet über die Kunstbetrachtung in diesem Rahmen konkrete Räume für Begegnungen, Erfahrungen, Reflexionen und Diskussionen.
Sonja Vordermaier und Geelke Gaycken
Eröffnung: Donnerstag, den 04. September 2008, 18 Uhr
Ausstellung: 05. September bis 02. NovemberÖffnungszeiten: Mi. bis So. 14 bis 18 Uhr
im Kunstverein Harburger Bahnhof
(direkt im Bahnhof Harburg über Gleis 3 und 4)
Die Ausstellungsreihe fand bereits große Beachtung über Hamburg hinaus und war zuletzt Anlass für die Nominierung zum ADKV-Art Colognepreis 2008 für deutsche Kunstvereine. Der fünfte Teil der Reihe:Ordnung, dem Schlagwort „Macht“ gewidmet, wird als eine die gesamte Ausstellungshalle einbeziehende und für das Publikum begehbare Installation realisiert.
Die von den Hamburger Künstlerinnen Geelke Gaycken und Sonja Vordermaier in einem mehrwöchigen Prozess vor Ort entwickelte Ausstellung greift das Thema „Macht“ in Form von Potential und Möglichkeitswillen auf.
Foto: Kunstverein
Geelke Gaycken/Sonja Vordermaier, o.T., aus der Installation »Macht«, 2008, Rettungsfolie, Tesafilm, Ventilatoren, Metall, 800 x 500 x 600 cm
Die materialintensive Gesamtinstallation besteht aus unterschiedlichen Teilen, die aneinander anschließen: Apparaturen der Einflussnahme, Manipulationsmodule, Hoffnungsträger und Perspektiven der Autonomisierung, die sich auf kleinen Inseln um eine große, lebendige Goldskulptur gruppieren.
Nicht die bleischweren Folgen von Macht und Machtgebrauch sind das Thema der Installation, sondern das Moment, in dem sich Macht in Sinne eines Verhältnisses konstituiert: zwischen Personen, zwischen Materialien und ihren Zuständen, zwischen Größenverhältnissen und Ordnungsformen. Es geht um Handlungen, die andere Handlungen und Handlungsräume strukturieren.
Vordermaier und Gaycken, beide für ihr jeweils eigenständiges Werk durch zahlreiche Stipendien und Ausstellungen ausgezeichnet, treten dabei in einen Schöpfungsdialog, in dem sie mit- und gegeneinander agieren und reagieren, ohne dabei das Gemeinsame und die Gesamtinszenierung aus dem Blick zu verlieren.
Diese Ausstellung wird von Veranstaltungen begleitet, in denen sich der Kunstverein Harburger Bahnhof als Institution mit seinen Mitgliedern und Besuchern selbst befragt: „Wer bestimmt hier eigentlich was da gezeigt wird?“, „Lieber das Schöne Vs. lieber das Politische?“ und „Welche Kunst braucht Harburg eigentlich?“ – drei Fragen, drei Diskussionsrunden. Die Teilnehmer und Termine werden noch bekannt gegeben.
Sonja Vordermaier
studierte Freie Kunst in Hamburg. Seit ihrem Diplom im Jahr 2002 hat sie zahlreiche Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen realisiert, u. a. im MAK Center Los Angeles, Haus der Kunst München, Kunsthalle Mannheim, Städtische Galerie Nordhorn, Baumwollspinnerei Leipzig und Kunsthaus Hamburg. 2005 erhielt sie das Hamburg-Stipendium, 2006 MAK-Stipendium, Los Angeles, 2007 den Werkstattpreis der Kunststiftung Erich Hauser und 2008 Joshua Tree Highlands Artist Residency-Stipendium in Californien, USA.
Geelke Gaycken
hat Philosophie und Freie Kunst in Hamburg studiert. Seit ihrem Diplom im Jahr 2002 ist sie sowohl als Bühnenbildnerin als auch als freie Künstlerin tätig, mit Ausstellungen u.a. in Hamburg, Florenz, Schweiz, London, Braunschweig, Boston und Bühnenbilder in Hamburg, Berlin, Aachen, Karlsruhe, Bremen und Oldenburg. 2003 erhielt sie den Villa Romana Preis, 2004 ein DAAD Stipendium nach Brasilien und China, 2007 das Hamburger Arbeitsstipendium.
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Kunstverein im alten Harburger Fernbahnhof,
Hannoversche Str. 85 (über den Gleisen 3+4)
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Foto: Kunstverein
Wilhelmsburg | DO 09 FEB 12 | Bürgerhaus 19.30 Uhr | Klassisches Konzert: Wolfgang Amadeus Mozart / Anton Webern / Franz Schubert | Eintritt: 15€ | Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren haben in Begleitung eines zahlenden Erwachsenen freien Eintritt.
Harburg | DIE 07 FEB 12 | Stellwerk 21h | The Doppelgangaz [ New York City ] | Konzert: Oldschool Hip Hop der 90er | 12,- | Easy Jazzy Dope-Flow für Leute, die in den 90ern MC Solaar und Jazzmatazz gut fanden. Passt eigentlich gut als Sommer-Cruising-Soundtrack. Kommt daher wie eine permanente ( textlich explizite ) Verarschung von Jazzy Jeff & The Fresh Prince.
Hamburg | DO 02 FEB 12 | Deichtorhallen Eröffnung 19 Uhr | Fotografie-Ausstellung bis 15. April 2012 | Das Haus der Photographie der Deichtorhallen würdigt den 88jährigen Fotografen und Maler Saul Leiter in einer weltweit ersten großen Retrospektive. Die Ausstellung umfasst mehr als 400 Arbeiten.



[...] aktuelle Ausstellung REIHE ORDNUNG SAGT _ MACHT wird von Veranstaltungen begleitet, in denen sich der Kunstverein Harburger Bahnhof als Institution [...]
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