Harburger Theater

4. Dezember 2009 | Von | Kategorie: Kultur-Locations

21073 Hamburg, Deutschland

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Harburger Theater |  www.harburger-theater.de
Museumsplatz 2
21073 Hamburg

Tageskasse Di. – Fr. 12 – 18 Uhr, Sa. 10 – 14 Uhr

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Programmauswahl

TADELLÖSER & WOLFF

Schauspiel nach dem Roman von Walter Kempowski
Für die Bühne bearbeitet von Axel Schneider
(Abo-Programm)

Premiere 10. November 2011
Vorstellungen bis 18. November 2011

Regie Axel Schneider • Ausstattung Ulrike Engelbrecht • Musikalische Einrichtung Mathias Christian Kosel

Tadellöser & Wolff ist laut Walter Kempowski ein bürgerlicher Roman, aber keine Biographie. Letzteres darf man zwar anzweifeln, aber umso mehr ist es ihm gelungen, die Akzeptanz Nazideutschlands im Bürgertum jener Zeit gerade durch das Unpolitische der Rostocker Familie Kempowski zu unterstreichen. Die Geschichte nimmt uns mit in den gefühlten Aufschwung vor dem 2. Weltkrieg, das “Muss das denn sein”-Gefühl zu Beginn des Krieges und die immer größer werdende Angst vor dem Verlust des so hart und akribisch Erarbeiteten.

Je größer die Welt erscheint, umso wichtiger ist es, seinen Platz darin zu finden – ein Gefühl, das uns in Zeiten unüberschaubarer Globalisierung sehr aktuell vorkommt. Aus der Perspektive des jungen und späten jugendlichen Walter Kempowski werden lakonisch-humorvoll die zunehmenden Einschränkungen des Alltags, die Schutzreflexe der zusammenrückenden Familie und der spleenig-verschrobene Umgang damit gezeigt. Zum Schluss wird das Kriegsende gefeiert. Es bleibt die Angst vor den russischen Besatzern und die Frage, ob man nicht doch besser nach Lübeck zu Verwandten gegangen wäre, denn da sind die Engländer. Aber dann hätte man ja alles aufgeben müssen…

Erleben Sie ein Stück großer deutscher Literatur als Uraufführung. Freuen Sie sich auf ein tolles Ensemble und auf bekannte Gäste wie Karsten Kramer als “Walter” und Jens Weisser (der “Robert Kempowski” im Fernseh-Film) als “Vater”. Mit dabei sind auch die beliebten Ensemble-Schauspieler Hannelore Droege, Kerstin Hilbig, Markus Mössmer und Georg Münzel.

“Der Spagat zwischen Humor und Dramatik gelingt dem Ensemble ganz ausgezeichnet. Mal wieder richtig gutes Theater!” (Bild)

“Hannelore Droege und Jens Weisser überzeugen als liberale, dennoch verschrobene Eltern. Überhaupt stimmt die Besetzung aufs Verblüffendste, und nicht zuletzt macht auch die sparsame Ausstattung von Ulrike Engelbrecht ‘Tadellöser & Wolff’ zu einem rundum stimmigen Abend.” (Welt)

“Beeindruckend: Ein Abend der tief unter die Haut geht.” (Mopo)

“Das Publikum bejubelte die schlichte Bühnenfassung.” (dpa)

“Großartige Hannelore Droege und überzeugenden Jens Weisser – das Resultat: dichtes, textintensives Theater aus einem Guss, das Rhythmus und Ton der Vorlage erstaunlich gut trifft.” (NDR 90,3)

“Für Spannung sorgt in dem präzisen Bühnentableau das authentische Zeitkolorit. Großartig Hannelore Droege als Mutter Kempowski.” (Hamburger Abendblatt)

“Ein toller Theaterabend, bei dem alles passt: Axel Schneiders Textbearbeitung, seine Inszenierung, aber eben auch die Besetzung, das verhaltene Bühnenbild und die sparsame musikalische Untermalung.” (Mopo)

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Mehr Theater für Harburg

Unter diesem Motto übernahmen im Jahre 2003 Intendant Axel Schneider und sein damaliger Geschäftsführer Dietrich Wersich die Bespielung des HARBURGER THEATERS. Hiermit schloss sich ein Kreis. Denn die Theatergeschichte Harburgs ist seit langem eng mit der Altonas verknüpft.

Nachdem das HARBURGER THEATER im Zweiten Weltkrieg zerstört worden war, erhielt Hans Fitze 1945 von der englischen Besatzungsmacht den Auftrag, das Stadttheater weiter zu leiten. Das Haus, das seit 1948 als Privattheater geführt wurde, fand seine Spielstätte mit rund 400 Plätzen im Theatersaal des Helms-Museums.

Die Ära des Intendanten Hans Fitze, der seit 1954 auch das Altonaer Theater leitete, stand für werkgetreue Interpretation vorzugsweise von Klassikern. Dieses Konzept ging lange auf. Doch in den 90-ern gerieten das HARBURGER / ALTONAER THEATER in finanzielle Nöte und mussten 1994 schließen.

Die Bespielung des HARBURGER THEATERS übernahm 1995 das Stadttheater Lüneburg. Im gleichen Jahr eröffneten Axel Schneider als damals jüngster Intendant mit 28 Jahren das ALTONAER THEATER neu. Mit nur einem Bruchteil der früheren Subventionen gelang das später viel zitierte „Wunder von Altona”. Mit Kreativität, Elan und außerordentlichem Einsatz gelang es dem jungen Team das Haus vom verstaubten Image zu befreien und auf einen bis heute anhaltenden  Erfolgskurs zu bringen. Mit einem klug zusammengestellten Spielplan aus Klassikern, Komödien, modernen Zeitstücken und Musicals eroberte sich die Bühne einen festen Platz im Hamburger Theaterleben.

Seit der Spielzeit 2003/2004 gibt es diese erfolgreiche Mixtur auch auf der Harburger Bühne.

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