Kreative Milieus und offene Räume in Hamburg 2010

2. Februar 2010 | Von | Kategorie: Journal, VORSCHAU

Hamburg | DO 11 FEB 10 | Museum für Hamburgische Geschichte 19 – 21 Uhr | Podiumsdiskussion: „Marke Hamburg” und die Kreativen | Eintritt: 4,-

Marke Hamburg und die Kreativen

Schon immer gehörten Kreativökonomien zum Wirtschaftsleben einer Stadt, und seit Richard Florida die „Kreativen” als urbane Erfolgsgaranten beschrieben hat, werden diese von Stadtplanung und -marketing umworben.

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In Hamburg hat eine Studie  ( siehe unten | “Kreative Milieus und offene Räume in Hamburg” ) ihre Quartiere ergründet und Rahmenbedingungen definiert, und eine neue Agentur soll helfen, ihr Potenzial „in Zukunft besser auszuschöpfen”. Kulturschaffende aber wehren sich gegen ihre Vereinnahmung in die „Marke Hamburg”, kritisieren steigende Mieten und soziale Ungerechtigkeiten. Was also braucht die „kreative Stadt”?

mit: Frauke Hamann (ZEIT-Stiftung, Moderation), Ted Gaier (Mitautor „Not In Our Name, Marke Hamburg!”), Nikolas Hill (Staatsrat der Behörde für Kultur, Sport und Medien), Rolf Lindner (HafenCity Universität), Marc Schwieger (Agentur undSchwieger)

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Im Rahmen von

STADTFORUM – Gespräche über die Entwicklung unserer Stadt

Museum für Hamburgische Geschichte, Holstenwall 24, 20357 Hamburg

Eintritt: 4 Euro / erm. 2 Euro | 19 – 21 Uhr

Wie werden wir leben und arbeiten, welche Räume brauchen Kunst und (Sub-)Kultur, wohin entwickeln sich die so genannten „Szeneviertel”, was werden HafenCity und Internationale Bauausstellung bringen? Kurz: Wie wird, wie soll Hamburg im 21. Jahrhundert sein?

Das Museum für Hamburgische Geschichte wird zum Forum für Gegenwart und Geschichte der Hamburger Stadtentwicklung – mit Podiumsdikussionen, Vorträgen und Führungen. Das historische Gebäude, entworfen vom „ersten Stadtplaner” Fritz Schumacher und ausgestattet mit Relikten der Hamburger Stadtgeschichte bietet den idealen Ort für die Auseinandersetzung über aktuelle und historische Fragen unserer Stadt.

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Senat Aktuell: Vorstellung der Studie “Kreative Milieus und offene Räume in Hamburg”

19.01.2010/bsu19 – SPERRFRIST 19.30 Uhr!

Für eine Kultur der Offenheit

Vorstellung der Studie “Kreative Milieus und offene Räume in Hamburg”

Welche kreativen Milieus gibt es in Hamburg? Wie sind sie entstanden? Welche geeigneten Ansätze gibt es zur Förderung kreativer Milieus und wo könnten sich diese in Hamburg in der Zukunft entwickeln? Dies sind Kernfragen des Gutachtens “Kreative Milieus und offene Räume”, das die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt Anfang 2009 in Auftrag gegeben hat und das am 19. Januar 2010 im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit Senatorin Anja Hajduk, Senatorin Prof. Dr. Karin von Welck , Bernhard Fischer – Appelt, fischerAppelt AG, und Christine Ebeling, Sprecherin der Hamburger Initiative ,Komm in die Gänge’, in der Freien Akademie der Künste vorgestellt wurde.

Das Gutachten macht deutlich, dass kreative Milieus einen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Stadt leisten. In ihnen zeigen sich besonders gut Veränderungen der Gesellschaft. Hier können auf engem Raum neue Lebens- und Arbeitsformen und Ideen für neue Produkte und Dienstleistungen entwickelt werden und voneinander profitieren. Diese Mischung erzeugt lebendige und interessante Orte für Bewohner und Besucher. Bei den Prozessen gilt es jedoch, kritische Folgen für Anwohner und Beschäftigte zu vermeiden.

Kreatives Entwicklungspotenzial für Wilhelmsburg

Die Untersuchung zeigt weiter, dass Hamburg neben seinen kreativen Stammzellen Schanzenviertel / St. Pauli / Ottensen noch über weitere Quartiere verfügt, in denen sich Kreativwirtschaft und künstlerisches Wirken in besonderer Weise konzentrieren und das städtische Umfeld mit prägen. Besondere Entwicklungspotenziale zeigt die Studie zum Beispiel für die Schnittstelle östliche City – Oberhafen/Großmarktareal. Aber auch für Räume im Osten der Inneren Stadt, wie Hammerbrook, Hamm-Süd und Rothenburgsort und Stadtviertel wie Wilhelmsburg oder Barmbek macht das Gutachten kreative Entwicklungspotenziale deutlich. Auch bei der Entwicklung der Szenen rückt Hamburg weiter ans Wasser.

Als wichtige Rahmenbedingungen werden nicht nur niedrigschwellige Raumangebote des Quartiers genannt, sondern unter anderem auch die Lage, die Vernetzung der Akteure im Quartier, wichtige Schlüsselpersonen sowie die Nähe zu Auftraggebern und Partnern.

Stadtentwicklungssenatorin Anja Hajduk: “Eine lebendige Metropole braucht eine lebendige kreative Szene. Das Gutachten zeigt, dass sich Hamburg weiter zu einer kreativen Metropole entwickeln kann. Wir unterstützen bereits eine ganze Reihe von konkreten Projekten – über das Gängeviertel bis zu dem geplanten Künstlerhaus Veringhöfe in Wilhelmsburg. Das entstehen kreativer Milieus ist aber nicht allein am Schreibtisch planbar. Die Studie fordert zu Recht von allen Akteuren und der Stadtplanung eine Kultur der Offenheit für kreative Milieus. Das Gutachten leistet damit auch einen wichtigen Beitrag für die aktuelle Debatte um die beste Stadtentwicklung und hilft uns damit, Hamburg weiter zu einer lebendigen Metropole zu entwickeln.”

Senatorin Prof. Dr. Karin von Welck: “Zu den Kreativen und Künstlern in Hamburg gehören Bildhauer wie Games-Entwickler, Musiker wie Maler. Gerade diese Bandbreite braucht unsere Stadt – große Namen sind dabei ebenso wichtig wie junge und unbekannte Künstler. Vor allem letztere brauchen unsere Unterstützung, sei es durch Förderprogramme oder vor allem durch erschwingliche Räume zum Leben und Arbeiten. Daher wird ein Schwerpunkt der Kreativagentur des Senats sein, neue Flächen zu erschließen, Kreative bei der Suche nach geeigneten Immobilien zu unterstützen sowie Angebot und Nachfrage besser zusammen zu bringen. Das vorliegende Gutachten trägt dazu bei, unsere Ziele mit einer nachhaltigen Stadtplanung in Einklang zu bringen.”

Gutachter Prof. Klaus Overmeyer, studio UC, Berlin: “Die Hamburger Debatte der letzten Wochen zeigt, dass Fragen zur Zukunft der Stadt und der Lebensbedingungen für ihre Bewohner und Bewohnerinnen viele Menschen bewegen. Amsterdam hat gezeigt, wie man mit einer Strategie der Offenen Stadt und einer konzentrierten Förderung die Rahmenbedingungen für neue Arbeitsplätze von Künstlern und Kreativen verbessert und dies mit der Entwicklung neuer und alter Orte der Stadt verbinden kann. Wir können dabei viel von den Entstehungsprozessen der kreativen Milieus und ihren Akteuren auch für die Stadtentwicklungsplanung lernen.”

Rückfragen: Enno Isermann, Pressestelle der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

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Museum für Hamburgische Geschichte, Holstenwall 24, 20357 Hamburg

20355 Hamburg, Deutschland

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