Monica BOHLMANN & Rüdiger KNOTT – Fadenfrauen und Seemannsgarn | Schauraum
14. April 2010 | Von netsamurai | Kategorie: Archiv, Bewegungsmelder, schauraum, VORSCHAU
Monica Bohlmann - Fadenfrauen / Stickobjekte
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Harburg | SCHAURAUM Schwarzenbergstraße 19 Uhr | Eröffnung: DO 06 MAI 10 | Ausstellung bis 23 MAI 10 | Eintritt frei | Der morbide Charme von Strandgut trifft auf Ikonografien des Trivialen
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MONICA BOHLMANN & RÜDIGER KNOTT
- Fadenfrauen und Seemannsgarn -SCHAURAUM Schwarzenbergstraße
Eröffnung: DO 06 MAI 10 um 19 Uhr,
Ausstellung bis 23 MAI 10
Öffnungszeiten:, sa 16-18 Uhr, so 16-18 Uhr
und nach telefonischer Vereinbarung 040-7602738Himmelfahrt, 13. Mai 2010 geöffnet von 12 – 16 Uhr
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Monica Bohlmann | Das Heilige Triviale
Monica Bohlmann kombiniert in ihren Leinwandarbeiten Stickereien von Figuren mit Malerei. Ihre Arbeiten erinnern an mittelalterliche Portraits, an Ikonen – Heiligenbilder der orthodoxen (Ost)kirchen. Jedoch werden hier triviale Magazinvorlagen in das Ikonische transformiert.
Models als Heiligenabbilder stellen die Verrücktheit des zeitgenössischen Standpunktes dar. Was früher heilig war, ist heute trivial – Das Triviale wird heilig. Die teilweise irre Mimik der Portraitierten kommt wie eine lautlose Bestätigung dieser These daher – halb wissen sie nicht, wie ihnen geschieht – halb ergeben sie sich in ihr Schicksal. Wohl wissend, das dies das Erleben jeder Generation ist, die von der nachfolgenden abgelöst wird.
Monica Bohlmanns Stickportraits wären ganz hervorragend geeignet, eine Werkreihe mit Portraits von ausgewählten zeitgenössischen Persönlichkeiten des Hamburger Südens zu schaffen.
Stickerei als Technik extremer Konzentration , Reduktion und Subversion
Das Bild der Stickerin, die ihrer Arbeit am textilen Gewirke nachgeht, ist zum ironisch belächelten und unzeitgemäßen Inbegriff weiblichen Rollenverhaltens geworden. Die Stickerei als Medium zeitgenössischer Kunst heute zu benutzen, bedeutet jedoch ein Aufbrechen dieses Klischees.
Ganz im Sinne der Entschleunigung des persönlichen Alltags, hin zur Stickerei als Technik extremer Konzentration und Reduktion. Das Ergebnis ist – neben einer vermutlich entspannten Künstlerin – eindrucksvoll, mehrdimensional und in Norddeutschland wohl einzigartig.
In der bildenden Kunst kommen vermehrt textile Techniken wie stricken, häkeln, sticken, spinnen und weben zum Einsatz. textil-kunst.blogspot.com
Botschaften werden im Sinne von Streetart radicalcrossstitch.com an Maschendrahtzäune gestickt und Laternenmaste wie Parkuhren mit Strick-Häkelobjekten versehen. www.magdasayeg.com
So hat die dänische Künstlerin Marianne Jørgensen www.marianneart.dk, aus Protest gegen den die dänische Teilnahme am Irakkrieg einen Panzer aus dem Zweiten Weltkrieg mit einem rosa Strickmantel versehen. Dieser bestand aus rund 4000 gestrickten und gehäkelten 15 mal 15 cm großen Teilen, die Handarbeiterinnen aus Dänemark und der ganzen Welt beisteuerten. Diese Art der Zusammenarbeit war symbolisch und ist ein Element, das in vielen Arbeiten und Aktionen der subversiven Handarbeiter, auch Strickguerilla genannt, auftaucht.
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VIDEO | SARAH COX - Don´t Let It All Unravel | Sieh zu, dass nicht alles auseinanderfällt
Der Klimawandel trennt das fein gestrickte und aufgewickelte Gefüge der Erde auf und zerstört es.
Live Earth / Kurzfilm
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Schauraum
Monica Bohlmann stellt ihren - idyllisch in einem Harburger Hinterhof am Schwarzenberg gelegenen – Schauraum als Galeriefläche für Ausstellungen der Künstlergruppe ARTPLACEMENT und Gästen zur Verfügung. Seit 2005 wird in der Produzentengalerie SCHAURAUM ein Ausstellungsprogramm auf hohem Niveau geboten.
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Rüdiger Knott - Materialbild
Rüdiger Knott | Der morbide Charme von Strandgut
TAZ – Tina Stadlmayer | 2009 Artikel lesen
Früher sorgte Rüdiger Knott dafür, dass die Quoten des NDR-Radioprogramms stimmen (bis 2004 Journalist beim Norddeutschen Rundfunk und zuletzt Programmchef von NDR 90,3). Mittlerweile ist der Hamburger in Rente und stellt Kunstwerke aus Strandgut her, dem der Einfluss von Sonne, Wind und Wasser anzusehen ist. Die Erlöse bekommt das Obdachlosenprojekt “Hinz & Kunzt”.
Morbide Schönheit, elegante und provozierende Formen faszinieren Rüdiger Knott besonders. Zwei bis dreimal in der Woche holt er sich Nachschub, spaziert aufmerksam suchend die Elbe entlang, geht auf alte Werksgelände oder besucht gute Bekannte bei der Hamburg Port Authority und staubt dort ausrangierte Seezeichen ab.
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Das Atelier von Rüdiger Knott liegt in einem siebengeschossigen Lagerhaus direkt an den Elbbrücken im Hamburger Hafen. Hier entstehen Assemblagen, Collagen, Materialbilder und Objekte. Für seine Arbeiten verwendet er ausschließlich alte, ausgemusterte und wertlos scheinende Gegenstände, irgendwo gefunden. In Häfen, an Stränden, in Straßen, auf Baustellen, in verlassenen Werkstätten oder in der freien Natur. Mit abgeplatzten Farben, kräftigen Dellen oder auch nur Schrammen. Das sind seine Rohstoffe; mal Holz, mal Metall, Leder, Stoff, Plastik oder Gummi. Die ihm bis dahin fremden Elemente verändert er nicht, sondern fügt sie zu neuen Einheiten zusammen. Vor allem für die Materialbilder werden ausgemusterte Brötchensturzkästen der Bäcker als wiederkehrenden Rahmen genutzt.
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Schauraum | Produzentengalerie | Schwarzenbergstraße 42 / Hof | Hamburg-Harburg
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Insite Harburg Magazin Archive:
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