Harburger Brücken – Neuer Stadtteil am Harburger Hafen
9. Juni 2010 | Von netsamurai | Kategorie: Archiv, HAMBURG | NEWSHarburg | 09 JUN 10 | Zwischen Schellerdamm, Neuländer Str. und Hannoverscher Straße entsteht ein neuer Stadtteil. Das Harburger Hafenviertel umfasst rund 89.000 Quadratmeter Gesamtfläche.
Hamburg-Harburg | Blick von der Hannoverschen Str. | Foto: Jens Ullheimer
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Zwischen Schellerdamm, Neuländer Str. und Hannoverscher Straße entsteht ein neuer Stadtteil. Das Harburger Hafenviertel umfasst rund 89.000 Quadratmeter Gesamtfläche. Laut Bebauungsplan sind Büro- und im Schwerpunkt Wohnnutzungen vorgesehen.
Am Ende entsteht wohl ein Gewerbegebiet in Konkurrenz zum Channel Hamburg, denn der geplante Wohneinheitenanteil ist lächerlich gering.
Nach Informationen der WELT investiert aurelis rund zwölf Millionen Euro in die Infrastruktur mit Straßen und Grün. Rund 200 Millionen werden in die Hochbauten fließen, sagte aurelis-Regionalleiter Harald Hempen. Anfangs vorgesehene Baupflichten, wie das Ausbaggern des östlichen Bahnhofskanals und der Bau einer Fußgängerbrücke wurden aurelis vermutlich im Rahmen eines außergerichtlichen Mediationsverfahrens von der Stadt erlassen, aurelis finanziert dafür die unterirdische Verlegung der Strommasten.
aurelis startet Vermarktungsoffensive für Harburg
Pressemitteilung der aurelis Real Estate vom 9. Juni 2010
Unter dem Namen „Harburger Brücken – Ein Areal, das verbindet“ startet die aurelis Real Estate GmbH & Co. KG eine Vermarktungsoffensive für das ehemalige Güterbahnhofsgelände zwischen dem Schellerdamm und dem Östlichen Bahnhofskanal sowie eine Fläche an der Hannoverschen Straße.
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Vor rund hundert Gästen aus der Immobilienwirtschaft, Politik und Verwaltung stellte aurelis heute den aktuellen Stand des Projektes am ehemaligen Harburger Güterbahnhof vor.
„Wir freuen uns, dass wir alle offenen Punkte mit der Stadt regeln konnten und unter dem Namen „Harburger Brücken“ jetzt in die Vermarktung des Geländes einsteigen können“, so Harald Hempen, Leiter der Region Nord von aurelis.
Zum Verkauf stehen insgesamt rund 89.000 Quadratmeter Gesamtfläche, die in Baufelder ab 2.500 Quadratmeter unterteilt ist.
Laut Bebauungsplan sind Büro- und im Schwerpunkt Wohnnutzungen vorgesehen, wobei der “Schwerpunkt Wohnnutzung” kreativ interpretiert wird.
( geplant ist einen Mischung aus 200 Wohn- und 35 000 Büroeinheiten | Quelle: Hamburger Abendblatt )
Das bereits von der HPG gekaufte Areal von 8.000 Quadratmetern soll für Büroflächen und für die Erweiterung der bereits vorhandenen Quartiersgarage ( Parkhaus ) genutzt werden.
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Der Name „Harburger Brücken“,
den das gesamte Entwicklungsprojekt erhalten hat, steht als Symbol für Verbindung: Harburg als Teil Hamburgs, die Verbindung unterschiedlicher Nutzungskonzepte, die Re-Integration des Geländes in den Stadtteil.
In den nächsten Wochen stehen für aurelis Gespräche mit potenziellen Nutzern, Investoren und der Stadt an. Gleichzeitig werden erste Gebäude am Veritaskai zurückgebaut und Vorarbeiten zur Verlegung der über das Gelände verlaufenden 110 KV-Freileitung erledigt. Diese werden bis Ende September abgeschlossen sein, so dass ab Oktober 2010 die Fa. Vattenfall mit den Verlegungsarbeiten beginnen wird. Sie sollen bis zum 30.06.2012 fertig gestellt sein. Die Beauftragung an Vattenfall ist bereits erfolgt.
Für das Gelände liegt ein rechtskräftiger Bebauungsplan vor. 2008 wurde bereits eine Fläche von 3.500 Quadratmeter an die Firma HPG verkauft. Diese errichtete ein Parkhaus auf dem Gelände, die „Quartiersgarage Harburg“.
Vor dem Beginn einer breiten Vermarktung mussten Stadt und aurelis einige offenen Punkte aus dem städtebaulichen Vertrag klären. Sie betrafen unter anderem die Kosten für notwendige Sanierungs- und Zuwegungsarbeiten sowie die Verlegung der 110 KV-Freileitung. Der Vertrag war zwischen den früheren Verhandlungspartnern Deutsche Bahn AG als ehemalige Grundstückeigentümerin und der Stadt abgeschlossen worden. Im Februar 2010 wurden diese Punkte in einem außergerichtlichen Mediationsverfahren beigelegt. Seitdem wurde intern an dem Vermarktungskonzept gearbeitet, das aurelis heute vorgestellt hat.
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1 Mio unvermietete Bürofläche verursachen 2010 über 158 Millionen Euro Leerstandskosten
Den Büroimmobilieneigentümern in den fünf größten deutschen Bürovermietungsmärkten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München entstehen Leerstandskosten von mehr als 150 Millionen Euro jährlich. Die entgangenen Mieteinnahmen summieren sich auf etwa 980 Millionen Euro.
In den fünf untersuchten Büromärkten ist der Flächenleerstand in den vergangenen eineinhalb Jahren merklich gestiegen. Insgesamt stehen in den Top 5-Märkten derzeit rund sieben Millionen Quadratmeter Bürofläche leer. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse der Frankfurter Immobilienberatung Savills.
»Da auch für die leer stehenden Flächen Nebenkosten anfallen, die in der Regel nicht auf die eventuell noch vorhandenen Mieter umgelegt werden können, entstehen den Objekteigentümern für jede leer stehende Fläche unmittelbar zusätzliche Kosten«, erklärt Robert Kellershohn, Director Office Agency bei Savills und verantwortlich für das Bürovermietungsgeschäft in Deutschland. Neben den verbrauchsunabhängigen Nebenkosten wie den öffentlichen Abgaben und Versicherungsprämien fallen zu einem gewissen Grad auch verbrauchsabhängige Kosten zum Beispiel für Wartung und Heizung an. »Man kann davon ausgehen, dass durchschnittlich bis zu zwei Drittel der Nebenkosten auch dann anfällt, wenn eine Bürofläche leer steht«, erläutert Kellershohn. Insgesamt summieren sich diese direkten Leerstandskosten in den fünf Märkten bei dem derzeitigen Leerstandsniveau auf mehr als 150 Mio. Euro jährlich.
Hamburg kommt in 2010 auf eine Million Quadratmeter unvermietete Fläche (Büroleerstand), die über 158 Millionen Euro Mietausfall verursachen.
Pressrelease von SAVILLS Frankfurt lesen
Trotzdem werden immer mehr Büros und vergleichsweise minimale Wohneinheiten gebaut.
“Der Hintergrund dieser absurden Vorgänge ist, dass sich Leerstand für viele Firmen lohnt und dieses Geschäftsmodell zudem gesetzlich verankert ist. Leerstehende Gewerbeflächen können nämlich als Verluste von der Steuer abgeschrieben werden. Anders als bei Wohnraum besteht keine Verpflichtung, den Raum zu vermieten.
Mit dem Bau von immer neuen Gewerbeflächen wird gleichzeitig verhindert, dass Wohnraum entstehen kann. Die Knappheit an Wohnraum treibt wiederum die Mieten in die Höhe.” [ via Recht auf Stadt ]
Leerstand zu Wohnraum! Demo am 23.10.2010
Interessant in diesem Zusammenhang ist, das es für das Projekt “Harburger Brücken” keinerlei Aussagen gibt über geplante günstige Wohnungen, auch mit öffentlicher Förderung oder Beteiligungen von Baugenossenschaften. Insbesondere subventionierte Studentenwohnungen sind hier gefragt.
| siehe auch: 10.2010 | Harburg ist wenig reizvoller Wohnort für Studenten
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Regionale Pressereaktionen:
Ein Meilenstein für den Binnenhafen
Harburger Anzeigen & Nachrichten – Andrea Seliger
“Dieser Schritt wird dazu führen, dass sich der Schwerpunkt der Entwicklung im Binnenhafen verschiebt”, sagte Jörg Penner, Leiter Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt des Bezirksamts Harburg.
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Neuer Stadtteil am Harburger Binnenhafen
DIE WELT – Gisela Schütte
Es ist eine der größten Brachen in der Hansestadt: das ehemalige Bahngelände am Schellerdamm am Harburger Binnenhafen. Seit den 90er-Jahren wurden Pläne für die Fläche entwickelt, die als Hafencampus auch Wohnungen für Studenten bieten sollte. Seit dem Jahr 2000 gibt es geltendes Baurecht. Dennoch fiel erst jetzt der Startschuss für die Entwicklung des Areals zu einem neuen Stadtteil.
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Start für “Harburger Brücken”
Hamburger Abendblatt - Michelle Kossel
Andererseits verliert die Stadt erheblich an stadtplanerischem Einfluss. Das zeigt sich nicht nur an der Straßenführung, die aurelis innerhalb der “Harburger Brücken” bestimmt, sondern auch an der Art der Bebauung.
Will aurelis eine Mischung aus 200 Wohn- und 35 000 Büroeinheiten errichten lassen, wünscht sich der Bezirk stattdessen einen stärkeren Anteil an Mietwohnungen. “Der Wirtschaftsverein hat vorgeschlagen, dass 1000 Wohneinheiten optimal für den Binnenhafen wären”, so Penner. Von aurelis kommt indes keine klare Ansage über die 200 Wohneinheiten hinaus. Man könne sich aber, so Iven, eine Aufstockung auf 400 Einheiten vorstellen.
Hamburger Abendblatt – Artikel lesen ( inhaltlich ambitioniertester Artikel – leider NICHT kostenfrei )
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Hafenviertel Harburg | Areal zwischen Hannoversche Str, Schellerdamm & Neuländer Str.
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Insite Harburg Magazin Archive:
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