Die HIMMELSSCHEIBE von NEBRA | Archäologisches Museum Hamburg
22. Juni 2010 | Von netsamurai | Kategorie: Archiv, VORSCHAUHarburg | DIE 22 JUN 10 Eröffnung 18 Uhr | Sonderausstellung bis 10. November 2010 | Ein Himmel auf Erden – Das Geheimnis der Himmelsscheibe von Nebra

Die Himmelscheibe von Nebra - datiert auf 1600 v. Chr., aus gegossener Bronze und dann flach geschmiedet, 2,3 kg schwer, 32 cm Durchmesser
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Ein Himmel auf Erden –
Das Geheimnis der Himmelsscheibe von Nebra
Die Wanderausstellung des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt „Ein Himmel auf Erden – Das Geheimnis der Himmelsscheibe von Nebra” wird vom 23. Juni bis 10. November 2010 in Hamburg zu sehen sein. Gezeigt werden Masterkopien der Scheibe und herausragende archäologische Fundstücke aus der Sammlung des Archäologischen Museums Hamburg.
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Zur Ausstellung werden Präsentationen in beiden Häusern des Museums angeboten:
Die Sonderausstellung zur Himmelsscheibe und dazu ausgewählte Originalfunde aus dem Raum Norddeutschland werden im Haupthaus am Museumsplatz gezeigt.
Der „Himmelsscheiben-Pfad” durch das Archäologische Museum Hamburg
Auf einem speziellen Rundgang durch das Archäologische Museum Hamburg am Harburger Rathausplatz sind weitere herausragende archäologische Exponate des Museums aus der Zeit der Himmelsscheibe zu sehen, so zum Beispiel bronzezeitliche Rasiermesser mit Schiffsdarstellungen und der Klapphocker aus Daensen (Landkreis Harburg) mit seinen Goldauflagen, die technisch ähnlich anspruchsvoll sind wie die der Himmelsscheibe von Nebra. Der „Himmelsscheiben-Pfad” ist für die Besucher des Archäologischen Museums mit entsprechenden Hinweisen gekennzeichnet.
Ausstellung: Helms-Museum, Museumsplatz 2, 21073 Hamburg
Rundgang: Archäologisches Museum, Harburger Rathausplatz 5, 21073 Hamburg
Ausstellungsdauer: bis 10.11.2010Archäologisches Museum Hamburg [ Helms-Museum ]
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Aktuelle Termine:
SPEZIAL – Führung | Wissenschaftler des Archäologischen Museums Hamburg und des Planetariums Hamburg führen gemeinsam durch die Ausstellung.
- Sonntag, 24. Oktober 2010 um 11 Uhr
Kosten: 3 Euro, ermäßigt 1,50 EuroVortragsreihe zur Sonderausstellung
In einer hochkarätigen Vortragsreihe zur Sonderausstellung beleuchten führende Wissenschaftler alle Facetten dieses Jahrhundertfundes abwechselnd im Planetarium und im Archäologischen Museum.
Vorträge im Archäologischen Museum Hamburg / Helms-Museum
Veranstaltungsort: Helms-Museum, Museumsplatz 2, 21073 Hamburg
Eintritt: 2,50 Euro, ermäßigt 2 Euro
- 21.10.2010 | 18 Uhr | Die Himmelsscheibe von Nebra und weitere sensationelle Funde aus der Mitte Deutschlands | Prof. Dr. Harald Meller, Landesarchäologe von Sachsen-Anhalt und Direktor des Landesmuseums für Vorgeschichte, Halle/Saale
Achtung! Dieser Vortrag findet in der Katholischen Kirche St. Maria, Museumsplatz 4, 21073 Hamburg statt.Die Himmelsscheibe von Nebra ist Teil eines Fundensembles, das um 1600 v. Chr. auf dem Mittelberg bei Nebra in Sachsen-Anhalt niedergelegt und dort im Juli 1999 illegal von Raubgräbern geborgen wurde. Die auf ihr abgebildeten komplexen astronomischen Phänomene machen sie zu einem Schlüsselfund der europäischen Vorgeschichte, der Astronomiegeschichte sowie der frühen Religionsgeschichte. Sie ist damit einer der ältesten Belege für die erstaunlichen astronomischen Kenntnisse des bronzezeitlichen Menschen. Prof. Dr. Harald Meller, Direktor des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachen-Anhalt und des Landesmuseums für Vorgeschichte Halle (Saale), wird im Zuge seines Vortrages neben den astronomischen Zusammenhängen auch die weitreichende archäologische und kulturhistorische Bedeutung des Fundes beleuchten.
Außerdem werden weitere aufsehenerregende Neufunde der letzten Jahre aus der Mitte Deutschlands, wie beispielweise Funde aus dem Magdeburger Dom oder die Eulauer Familiengräber, präsentiert.
- 30.10.2010 | Das Museum bietet im Rahmen des Harburger Kulturtages von 10 bis 20 Uhr laufend Führungen an. Zusätzlich werden 2 Vorträge angeboten:
Vortrag vom Direktor des Hamburger Planetariums, Thomas Kraupe
15 – 16 Uhr
Der Direktor des Hamburger Planetariums, Thomas Kraupe, Astrophysiker und einer der besten Kenner der Materie ist zu Gast im Archäologischen Museum Hamburg. Er wird in der Ausstellung die Himmelsscheibe von Nebra und die „Macht der Sterne“ in damaliger Zeit mit der Bedeutung der Sterne aus Sicht moderner astronomischer Forschung von heute vergleichen.
Vortrag von Dr. Regine Maraszek
18 – 19 Uhr
Dr. Regine Maraszek wird in einem Vortrag spannende Fragen zu der Schiffsdarstellung auf der Himmelsscheibe von Nebra beantworten.Vorträge im Planetarium Hamburg
Veranstaltungsort: Planetarium Hamburg, Hindenburgstr. 1b (Stadtpark), 22303 Hamburg
Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 5 Euro
- 05.11.2010 | 19.30 Uhr | Stonehenge in Mitteleuropa? Vorzeitliche Kreisgräben in Sachsen-Anhalt | Prof. Dr. Francois Bertemes, Halle
Außerdem werden weitere aufsehenerregende Neufunde der letzten Jahre aus der Mitte Deutschlands, wie beispielweise Funde aus dem Magdeburger Dom oder die Eulauer Familiengräber, präsentiert.
Die Himmelsscheibe von Nebra ist einer der wichtigsten Funde der Menschheitsgeschichte (Der Spiegel)
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DVD plus Audio-CD
Die Himmelsscheibe von Nebra -
Schätze aus der Mitte Deutschlands
Deutschland 2008, Laufzeit: 168 Min
Bildformat: 4:3 – 16:9 – 1.77:1
Fernsehformat: PAL
Regionalcode: 2 | Alle Regionen
DVD-Format: 2er DigiPack
Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
Sprache Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
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zusätzlich im DigiPack
HIMMELSWEGE:
Sterne, Mond und Horizont – Auf Himmelswegen durch Sachsen-Anhalt (ca. 45 Min.)
Die Himmelsscheibe von Nebra ist einer der bedeutendsten archäologischen Funde unserer Zeit und mit 3.600 Jahren die älteste Sternenabbildung der Welt. Auf den Spuren der Himmelswege gewähren namenhafte Archäologen und Himmelsforscher faszinierende Einblicke in die Welt der Stein- und Bronzezeit. Eine Zeitreise, die zuerst nach Nebra, dem geheimnisvollen Fundort der Himmelsscheibe führt und bei dem einige Kilometer weiter entfernten Goseck noch tiefer in die Geschichte der Zivilisation eintaucht.
Bonus-Audio-HÖR-CD:
Unterwegs auf Himmelswegen – ein akustischer Reiseführer (ca. 75 Min.)
Gemeinsam mit dem Landesarchäologen Sachsen-Anhalts, Dr. Harald Meller wird das Tor in die Vergangenheit geöffnet. Die touristische Erlebnisroute verbindet vier archäologisch bedeutsame Orte miteinander Goseck, Arche Nebra, das Steingrab der Dolmengöttin sowie das Landesmuseum für Archäologie in Halle und zeigt mit spannenden Hörbildern das Leben vor Tausenden von Jahren.
Specials
Entdeckungsreise entlang der Himmelswege (ca. 48 Min.)
Eine Entdeckungsreise zu den touristischen Attraktionen in Halle, Freyburg und Naumburg.
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Kooperation mit dem Planetarium Hamburg
VIDEO | Himmelsscheibe von Nebra | Planetarium Show Hamburg
3D-Animation von Isabella Buczek [ Ausschnitt ]
Parallel zur Sonderausstellung im Archäologischen Museum zeigt das Planetarium die spektakuläre Sternenreise „Die Macht der Sterne – Von der Himmelsscheibe zum Sonnensturm”: Eine spektakuläre Expedition vom „geschmiedeten Himmel” der Bronzezeit bis zu den Beobachtungen der Gestirne im Weltraumzeitalter in der Sternenkuppel des Planetarium Hamburg. www.planetarium-hamburg.de/sterne/nebra/
Planetarium-Karten: 040/42886520 | Eintritt: 8,- ermäßigt: 5 Euro
Gegen Vorlage eines Tickets von „Die Macht der Sterne” erhalten Besucher der Ausstellung einen ermäßigten Eintritt von 4 Euro anstatt 6 Euro. Im Gegenzug dürfen Museumsbesucher an der Planetariumsshow zu einem ermäßigten Eintritt von 5 Euro anstatt 8 Euro teilnehmen.
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Über 3.500 Jahre liegt eine Weltsensation im lehmigen Waldboden auf dem Mittelberg in Sachsen-Anhalt: die “Himmelsscheibe von Nebra”.
Sie ist geheimnisvoll und rätselhaft, von erlesener Schönheit und einzigartiger Faszination.
Als die Scheibe 2002 vom Leiter des Museums für Vorgeschichte in Halle, Dr. Harald Meller, auf dramatische Weise aus den Händen von Raubgräbern und Kunsthehlern gerettet wurde, konnte noch niemand ahnen, welche Geheimnisse dieser Jahrtausendfund aus Mitteldeutschland offenbaren sollte.
Dr. Harald Meller: Die Scheibe ist einer der wichtigsten Funde der Menschheitsgeschichte. Als älteste konkrete Himmelsabbildung der Menschheit lässt sie uns wie durch ein Schlüsselloch einen Blick in die geistige Welt der Bronzezeit werfen. Niemand hätte gedacht, dass die Menschen damals solch ein astronomisches Wissen hatten.
Die “Himmelsscheibe von Nebra” zieht die Menschen auf unwiderstehliche Weise in ihren Bann. Hunderttausende haben die Ausstellung über den “Geschmiedeten Himmel” in Halle besucht und waren begeistert. Dieses aus Bronze geschmiedete Kunstwerk erzählt von einer längst vergangenen Kultur mitten in Deutschland, zu einer Zeit, in der wir bisher allenfalls in Fell gehüllte Halbwilde bei der Wildschweinjagd vermutet hatten.

Die Himmelsscheibe und Beifunde
Die Himmelsscheibe hat einen Durchmesser von 32cm (ähnlich einer alten Langspielplatte!), wiegt knapp 2kg und besteht aus Bronze mit Auflagen aus Gold. Mit der Himmelsscheibe wurden weitere Objekte gefunden. Durch Stilvergleich dieser Beifunde und C14-Untersuchungen an organischen Resten an ihnen konnte die Deponierung auf das 16. Jahrhundert v.Chr. bestimmt werden.
Die grüne Farbe kommt durch eine Patina zustande, die durch die lange Lagerung im Erdreich entstand. Ihre mikroskopische Struktur bürgt für die Echtheit der Scheibe.
Die Himmelsscheibe von Nebra ist bisher in ihrer Art einzigartig und verblüfft durch ihre untypische nüchterne Art. Auch der Laie meint auf ihr sofort Sonne, Mond und Sterne zu erkennen. Bei genauerer Betrachtung fallen aber Ungereimtheiten auf: Wieso wurde links ein Stern versetzt und sind rechts zwei Sterne durch einen Randbogen verdeckt? Wurde die Scheibe umgearbeitet?
Dr. Harald Meller: Die Himmelsscheibe ist in ihrer Geschichte mehrfach verändert worden. Je nach Zeit hatte sie verschiedene Funktionen. Zunächst diente sie als Erinnerungshilfe zur Erstellung eines komplexen Mond-Sonnenkalenders. Später war sie dann ein Bauernkalender zur Bestimmung der Zeit der Aussaat. Als man dann diesen Code nicht mehr lesen konnte, diente sie als Kultgegenstand. Um 1600 vor Christus wurde sie dann den Göttern geopfert und auf dem Mittelberg deponiert.
Erste Anzeichen einer Hochkultur
Seit gut fünf Jahren haben Forscher nunmehr mit den neuesten wissenschaftlichen Methoden die 2,3 Kilogramm schwere Bronzescheibe untersucht. Die “Himmelsscheibe von Nebra” offenbart zusammen mit weiteren spektakulären Funden aus dem Raum Halle den Blick auf eine faszinierende Lebenswelt, die bereits erste Anzeichen einer Hochkultur verkörperte. In Europa zeigt sich ein weit verzweigtes Netz von Handelsbeziehungen, von Stonehenge bis zur Donau, von der Ostsee bis nach Mykene. Das Gebiet rund um Halle, zwischen Saale und Unstrut, war schon damals einer der wichtigsten Knotenpunkte in diesem System von uralten Handelsstraßen.
wikipedia.org/wiki/Himmelsscheibe_von_Nebra
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Museumsplatz 2, 21073 Hamburg
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Insite Harburg Magazin Archive:
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