sounding D – Neue Musik in Deutschland | KLANGZUG im Bahnhof Harburg
27. August 2010 | Von netsamurai | Kategorie: Archiv, KonzerteHarburg | FR 27 AUG 10 | Aktionen, Klanginstallationen und Soundwalks, DJs und Konzerte

Ensemble Integrales
sounding D www.sounding-d.net
Am 27. August 2010 entwirft das Netzwerk Neue Musik im Harburger Bahnhof mit seinem Projekt sounding D ein klingendes Bild der Neuen Musik in Deutschland und vermittelt , dass die Kunstmusik der Gegenwart überall ihren Ort hat. sounding D lädt dazu ein, die Neue Musik zu erfahren:
im Zug, live und im Internet, sowie entlang der Route eines Klangzugs, der an 15 Orten in Deutschland halt macht und die durch die Bundeskulturstiftung geförderten Netzwerkprojekte besucht. In Kooperation mit diesen bietet sounding D täglich zahlreiche Veranstaltungen.
Am 27. August 2010 hält der Klangzug auch in Harburg
- 11.30 – 19 Uhr
| Bahnhof Hamburg-Harburg Gleis 5 — Klanginstallation und sounding D-Zug geöffnet - ab 12 Uhr
| Bahnhof Hamburg-Harburg Gleis 5 — Hörführungen in der Umgebung - 15 – 18 Uhr
| Bahnhof Hamburg-Harburg und Bahnsteigüberführung — DJ-Programm - 18 Uhr
| Vorstellung Klangradar 3000 - 19.30 Uhr
| Kunstverein Harburger Bahnhof — Konzert von Ensemble Intégrales und Ensemble WireWorks
Eintritt frei zu den Veranstaltungen im Harburger Bahnhof.
Karten für das Konzert im Kunstverein des Harburger Bahnhofs an der Abendkasse zu € 8,– (6,– ermäßigt).Soundwalk Hamburg zu begehen und nach zu hören ab 25.08.2010.
Informationen unter www.sounding-D.net/hamburg.
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Der Zug wird am Bahnhof Harburg ca. 11 Uhr eintreffen und bietet ab 11.30 Uhr verschiedene Aktionen und Veranstaltungen, Klanginstallationen und Soundwalks.
Im Laufe des Nachmittags von 15 bis 18 Uhr bespielen drei wechselnde DJs die Bahnsteigsüberführung auf Höhe des Gleises 5. Ab 18 Uhr gibt es eine Schüleraufführung im Rahmen von Klangradar 3000/Klangwellen: Schüler der 10. Klasse des Gymnasiums Corveystraße haben sich mit Georges Aperghis’ Stück „Le Corps a Corps” für Schlagzeug Solo befasst. Inspiriert von diesem Werk und mit der Unterstützung des Komponisten Leopold Hurt haben sie ein sprachlich-experimentelles und ein choreographisches Werk erarbeitet, welche sie selbst aufführen.
Le corps a corps von George Aperghis für eine Solotrommel ist mit der afrikanischen Talking Drum verwandt, bei der hier der Trommler als Erzähler allerdings seine Geschichte in Phoneme mit hohem emotionalen Gehalt atomisiert und somit den musikalischen Gehalt von Sprache isoliert.
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VIDEO | Lee Hinkle performt Georges Aperghis Le Corps a Corps
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Im Anschluss an die Schüleraufführung wird das Original von Aperghis von Jonathan Shapiro des ensemble Intégrales vorgetragen.
Nach Abfahrt des Zuges gegen 19 Uhr führen KLANG!-Lotsen die Zuhörer und Schaulustigen zu dem im Bahnhof befindlichen Kunstverein, wo ein multimediales Konzert der beiden Netzwerkpartner ensemble Intégrales und WireWorks stattfindet. Es erklingen Werke von Alexander Schubert, Georg Hajdu, Dieter Mack, Shen Ye, Burkhard Friedrich, Sascha Demand, Marco Ciciliani und Georges Aperghis. Begleitet wird der Abend von der Hamburger Projektionskünstlerin Katrin Bethge.
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Ensemble Integrales www.ensemble-integrales.com
Das 1993 gegründete ensemble Intégrales hat sich in der zeitgenössischen Musikszene durch ungewöhnliche und klug konzipierte Programme hervorgetan:
So schrieb die Irish Times: „Mit Hingabe und Leidenschaft…Die Vitalität von beidem, dem Spiel und der Musik, verspricht Gutes für die Zukunft der neuen Musik”. Neben interdisziplinären Ansätzen und der Fokussierung auf jüngere Komponisten stellt die Auseinandersetzung mit außereuropäischen Kulturen einen weiteren Schwerpunkt.
VIDEO | Ensemble Integrales | Imitation of Life – short cut
Multimediales Musiktheater für einen Sänger, sechs Schauspieler, Instrumentalensemble, Live-Elektronik
Ensemble Intégrales tritt in ganz Europa, den USA und Asien auf und wird zu renommierten Festivals wie den Berliner Festwochen, dem Schleswig-Holstein Musikfestival, dem Gaudeamus Festival (NL), den Bregenzer Festspielen und Wien modern (A), dem Fadjr -Festival (Iran) oder auch Roaring Hooves (Mongolei) eingeladen.
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Ensemble WireWorks www.wireworks.de
Im Bewusstsein der technischen Herausforderung, die in der Aufführung elektroakustischer Musik liegt, hat sich WireWorks als flexibles Ensemble formiert. Technologie ist jedoch nie Selbstzweck, sondern integraler Bestandteil eines zeitgenössischen musikalischen Ausdrucks, der Tonbandmusik, Improvisation, Mikrotonalität und Musiktheater mit einschließt.
WireWorks wurde 1996 von Jennifer Hymer und Georg Hajdu in Münster gegründet und trat vielerorts in Deutschland, Europa und Südamerika mit zahlreichen Kompositionen Auf. Seit dem Umzug nach Hamburg im April 2002, versteht sich das Ensemble zunehmend als Agentur für live-elektronische Projekte, die die Auftritte des von Hajdu gegründeten „European Bridges Ensembles” für vernetzte, interaktive Musik sowie das Hamburger Klavierduo „Fograscher/Hymer” organisatorisch begleitet.
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Freie Ensembles für Neue Musik in Deutschland
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist mit Schlüsselwerken wie Pierrot Lunaire von Arnold Schönberg oder Die Geschichte vom Soldaten von Igor Stravinskij eine neue Form von Kompositionen für individuell zusammengesetzte Ensembles entstanden, die sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einer eigenständigen Gattung weiterentwickelt hat.
Mit der Gründung des Ensemble Modern 1980 in Frankfurt entstand ein exemplarischer Klangkörper, der die Gattung Ensemblemusik zu höchster interpretatorischer Qualität geführt hat. Neben diesem heute weltweit renommierten und aktiven Ensemble wurden in den letzten Jahrzehnten allein in Deutschland über 150 weitere Ensembles für Neue Musik gegründet.
Die Komponisten der Neuen Musik
haben es weder sich, noch ihren Zuhörern und Interpreten leichtgemacht. Unabhängig von der Art ihrer musikalischen Experimente scheinen sie schnell festgestellt zu haben, dass das Publikum ihren mitunter sehr anspruchsvollen Schöpfungen weitestgehend hilf- und verständnislos gegenüberstand.
Das war natürlich für viele um so enttäuschender, da es sich ja um eben dasselbe Publikum handelte, das den Meistern der klassisch-romantischen Tradition, als deren legitime Erben man sich verstand, einhelligen Beifall zollte. Man erkannte in der Folge den Erklärungsbedarf des Neuen. Viele Komponisten bemühten sich daher den zum Verständnis ihrer Werke theoretischen und ästhetischen Unterbau gleich mitzuliefern. http://de.wikipedia.org/wiki/Neue_Musik
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Harburg | FR 10 FEB 12 | Start des WINTERZAUBERs | Freitag, Sonnabend und Sonntag wird die Außenmühle zur open air Eisparty-Location. Es werden Buden in den Uferbereichen am Restaurant Leuchtturm und gegenüber am Spielschiff aufgebaut. Von Ufer zu Ufer soll es eine Flaniermeile geben.
Wilhelmsburg | DO 09 FEB 12 | Bürgerhaus 19.30 Uhr | Klassisches Konzert: Wolfgang Amadeus Mozart / Anton Webern / Franz Schubert | Eintritt: 15€ | Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren haben in Begleitung eines zahlenden Erwachsenen freien Eintritt.


