WERNER SCHAARMANN – Heimat BANDO | Helms-Museum
24. November 2010 | Von netsamurai | Kategorie: Allgemeines, Archiv, Bewegungsmelder, Kunst & Kultur, VORSCHAUHarburg | MI 24 NOV 10 | Helms-Museum Eröffnung 18 Uhr | photographisch dokumentierte Spurensuche und Spurensicherung im ehemaligen Kriegsgefangenenlager Bandô, Japan

Bandô | Lagerkommandant Matsue
Spurensuche und Spurensicherung im Kriegsgefangenenlager Bandô/Japan 2009
Im Oktober 2009 war mit “Heimat Bandô” im Empfangsraum des Goethe-Instituts in Osaka, Japan eine Fotoausstellung von Werner Schaarmann zu sehen. Die Schau dokumentiert die Spurensuche des Hamburger Malers und Bildhauers Werner Schaarmann im ehemaligen japanischen Kriegsgefangenenlager BANDO in Naruto. Vom 25.11.10 – 31.1.2011 ist die Schau im Foyer des Hamburger Helms-Museums zu sehen.
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Letzte Zeitzeugen (Hasegawa-san, Uchihashi-san) wurden gefunden und ihre Erzählungen in Zusammenhänge gestellt. Die Spurensuche und das Auffinden der Spuren in und um Bandô wurden fotografisch dokumentiert und sind in dieser Ausstellung zu sehen. Artefakte aus Tsingtao und Bandô aus dem Internationalen Maritimen Museum Peter Tamm ergänzen die Ausstellung und geben Einblick in den geschichtlichen Hintergrund.
In der Gegenüberstellung von neuen Aufnahmen und Archivbildern findet die außergewöhnliche, kulturelle Völkerverständigung ihren künstlerischen Ausdruck.
WERNER SCHAARMANN | Heimat Bandô
Eröffnung
am Mittwoch, dem 24. November 2010 um 18 Uhr
im Foyer des Helms-Museums am
Museumsplatz 2, 21073 Hamburg
2009 | Goethe-Institut Osaka, Japan, Umeda Sky Building
2010/2011 | Helms-Museum, Hamburg
Werner Schaarmann | website
INFO FLYER des Helms-Museums Hamburg
im PDF-Format öffnen
Eintritt Museum | Erwachsene 6,- €, ermäßigt 4,- €
Eintritt Vorträge | Erwachsene 2,50 €, ermäßigt 2,- €
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Werner Schaarmann´s Arbeitshintergrund sind seine Beziehungen als Künstler zu Japan seit 1992 (Stipendien in Sapporo und Kyoto und Ausstellungsprojekte in Japan) und sein Arbeitsschwerpunkt, die künstlerisch-archäologische Spurensuche und Spurensicherung (siehe Kooperationen mit der FU Berlin, der Universität Erlangen- Nürnberg, der Universität Bonn, dem Auswanderermuseum BallinStadt Hamburg).
Vorträge
- 02.12.2010 | Hellmuth Pflüger: Aus den Schilderungen des Seesoldaten
Hermann Schäfer aus den Lagern Matsuyama und Bandô
Im Anschluss führt Werner Schaarmann durch die Ausstellung - 16.12.2010 | Dr. Bruno Hake: Von Tschingtau bis Bandô – Wie Beethovens
Neunte nach Japan kam - 13.01.2011 | Jörg J. Wedepohl: Aus dritter Hand: In Japan gibt’s keinen Schnee
Im Anschluss führt Werner Schaarmann durch die Ausstellung
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Führungen mit Werner Schaarmann durch die Ausstellung
- 9. 12. 2010 und 27. 1. 2011 jeweils um 18 Uhr
und auf Anfrage: 040-75 66 28 26
Die Vorträge finden – soweit nicht anders angekündigt – im Helms-Museum, Museumsplatz 2, 21073 Hamburg, jeweils donnerstags um 18 Uhr statt.
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TV spot CM Japan | “Ode an die Freude_Baruto no gakuen” 2006 [dt. Paradies der Bärte]
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Die Vorgeschichte
Nahezu hundert Jahre sind vergangen, seit deutsche Kriegsgefangene, ihre japanischen Wachsoldaten und die um das Lager lebende japanische Bevölkerung eine Form der Koexistenz geschaffen haben, die in der Geschichte der Völker ihresgleichen sucht.
Den deutschen Soldaten aus Tsingtau ist es gelungen, ihre Kultur nicht als Bollwerk gegen den “Feind” im Lager zu funktionalisieren, sondern sie im Gegenteil für alle Beteiligten offen sichtbar und hörbar werden zu lassen. Sie haben mithilfe ihrer Fertigkeiten in vielen Bereichen des Handwerks und der Kunst Neugierde, Interesse und schließlich Sympathie für ihre kulturelle Sache geweckt.
Diese fremde Kultur muß den japanischen Offizieren und Mannschaften anfänglich recht seltsam erschienen sein. Von deutschem Brot bis hin zur Aufführung der 9. Symphonie Beethoven´s drang Ungewohntes aus dem Lager.
Beethovens „Symphonie Nr. 9“ wurde 1918 in Japan zum ersten Mal durch das Lagerorchester aufgeführt. Der Austausch zwischen Deutschen und Japanern setzte sich auch nach Schließung des Lagers fort, da sich eine größere Anzahl von Deutschen nach ihrer Entlassung in Japan niederließ.
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Ode an die Freude
2006 entstand unter der Regie von Masanobu Deme das deutsch-japanische Historiendrama Ode an die Freude (バルトの楽園, Baruto no gakuen), mit Bruno Ganz und Ken Matsudaira in den Hauptrollen.
Dieser Film beschäftigt sich mit dem Kriegsgefangenenlager Bandō und widmet sich intensiv den guten Beziehungen zwischen den einstigen Kriegsgegnern. 2007 kam der Film, auch auf Deutsch in die Kinos.
Es wäre eine gute Idee, wenn das Helms-Museum diesen Film im Rahmen der Ausstellung zeigte.
VIDEO | “Ode an die Freude | Baruto no gakuen” – Film Japan, 2006
Beethoven “Ode an die Freude” Lagerkonzert / Ausschnitt
Der Film erzählt, basierend auf wahren Begebenheiten, die Geschichte von Soldaten der deutschen Kaiserlichen Marine, die 1914, zu Beginn des Ersten Weltkrieges, nach dem Kampf um die chinesische Kolonie Tsingtao, von der japanischen Armee gefangen genommen und in das 1917 geschaffene Kriegsgefangenenlager Bandō in der Präfektur Tokushima in Japan gebracht werden.
In diesem, im Vergleich zu anderen japanischen Lagern, liberalen Ausnahmelager verbringen die Soldaten die nächsten Jahre unter dem gerechten Lagerführer Toyohisa Matsue, der den Deutschen viele Freiheiten gewährt, wie etwa den Druck einer eigenen Zeitung, das Musizieren und Sport. Als 1918 der Krieg für das Deutsche Reich verloren ist, schwindet bei den Kriegsgefangenen die Hoffnung auf eine Rückkehr in ihre Heimat (die für die meisten erst 1921 erfolgen wird).
Kurt Heinrich, der deutsche Konteradmiral sieht in Selbstmord den einzigen Ausweg. Doch Lagerleiter Matsue überzeugt den gebrochenen Mann davon, dass nur er seine Männer wieder in die Heimat bringen kann. Zur Verabschiedung spielen die ehemaligen deutschen Gefangenen, die sich mit den Japanern im Laufe der Jahre angefreundet hatten, ein Konzert, bei dem erstmals Beethovens 9. Sinfonie auf japanischem Boden aufgeführt wird. [ via wikipedia ]
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Virtuelle Ausstellung: Die Macht der Musik | Das kulturelle Leben im deutschen Kriegsgefangenenlager Bando in Japan [ Beethovenhaus Bonn ]
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Die Spurensuche
Trotz aller Annehmlichkeiten und Substitutionen im Lager vermissten die Gefangenen ihre Heimat, ihre Kinder, ihre Frauen, die Eltern und Freunde, die Landschaften daheim. Wo verankerten sie ihre Sehnsucht in der Fremde? Archivfotos und Zeichnungen aus Bandô zeigen häufig wiederholte Motive: Die Wege, Täler und Flüsse außerhalb des Lagers, das trennende und verbindende Meer, japanische Kinder, Frauen, alte Menschen, die Tempel. All diese Orte und Träume galt es wieder zu finden, neu abzubilden und in Relation zu setzen.
Die täglichen Übungen der Gefangenen wie Sport an Geräten,Schnitzen, Schreiben, Musizieren, Zeichnen, Bauen, Kochen etc. ergaben ein verlässliches Gerüst und im Ergebnis Befriedigung. Die Intensität der Ergebnisse – diese materialisierten Sehnsüchte – hat die Japaner fasziniert, und sie haben auf der Stelle begonnen, das Geräteturnen, das Spielen europäischer Musikinstrumente, das Brotbacken und vieles mehr zu erlernen und in ihre eigene Kultur einzubinden. Bald erwachte auch das Interesse der Deutschen an japanischem Handwerk und japanischer Kunst. Gegenseitige Hilfe und steter Austausch wurden zur täglichen Regel. Die Spuren der damaligen engmaschigen Strukturen führten zu daraus abgeleiteten vielfältigen Strukturen in der Gegenwart.
Man kann davon ausgehen, daß sich bewusste wie unbewusste Dialoge in Originaldokumenten, handwerklichen Erzeugnissen etc. manifestiert haben, denen es aus heutiger Sicht nachzuforschen gilt.
Menschlichkeit, Respekt und Hilfsbereitschaft unter Kriegsgegnern auch in Zeiten höchster Anspannung
- Was ist sichtbar geblieben ?
- Gibt es noch lebendige, von den Gefangenen beeinflußte Zeichen deutsch – japanischer Kultur ?
- Wie ist die Landschaft in und um BANDO beschaffen ?
- Welche Blicke hatten und haben Deutsche auf Japaner in Japan und Japaner auf Deutsche in Japan?
- Wie und wo fand menschliche Nähe zwischen den Protagonisten statt ? (Einige Gefangene wurden dauerhaft in Japan ansässig)
- Wo und wie wurde “Heimat” im Lager hergestellt und wie ist es gelungen diese “Heimat” für Japaner zugänglich zu machen?
Was ist also geblieben?
Die partnerschaftliche Koexistenz von damals wirkt bis heute nach. Die Kinder Bandôs, die Alten, die Ladenbesitzer, die Shinto-Priester und die Mönche der Tempel – alle erinnern sich an das Geschehene dank anhaltender mündlicher Überlieferung.
Schaarmann hat intensive Gespräche mit den Menschen Bandôs geführt und sowohl sie und ihr Umfeld, als auch Artefakte aus der Zeit des Lagers Bandô fotografiert. Erzählungen über das Lager sind notiert worden. Allen Hinweisen wurde nachgegangen und in Folge wurde bislang Unentdecktes (Brückenreste am Yoshinogawa) zur Geschichte Bandôs ausgegraben oder Vergessenes (Kahn am Ose-Yoshinogawa) wiederentdeckt.
Letzte Zeitzeugen (Hasegawa-san, Uchihashi-san) wurden gefunden und ihre Erzählungen in Zusammenhänge gestellt. Die Spurensuche und das Auffinden der Spuren in und um Bandô wurden fotografisch dokumentiert und sind in dieser Ausstellung zu sehen. Artefakte aus Tsingtao und Bandô aus dem Internationalen Maritimen Museum Peter Tamm ergänzen die Ausstellung und geben Einblick in den geschichtlichen Hintergrund.
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| Virtuelle Ausstellung und Katalog der Bando-Sammlung
| Deutsches Institut für Japanstudien
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Liberal geführtes Gefangenenlager (1917-19) für deutsche und österreich-ungarische Kriegsgefangene während des Ersten Weltkrieges auf Shikoku, der kleinsten der vier Hauptinseln in der heutigen Gemeinde Naruto nahe der Stadt Tokushima.
Naruto ist ein bedeutender Ort in der Geschichte der deutsch-japanischen Beziehungen
Das “Deutsche Haus” besteht seit 1972 und ist dem Gedenken an die ca. 1.000 deutschen Kriegsgefangenen gewidmet, die zwischen 1917 und 1920 im nahen Lager Bando lebten und unter der japanischen Lagerleitung ein reges kulturelles Leben entfalten konnten. So wurde hier z. B. Beethovens Neunte Sinfonie zum ersten Mal in Japan aufgeführt. Auch heute wird die Erinnerung daran hoch gehalten: Diese Sinfonie kennen sicherlich alle Japaner, und an vielen Orten Japans leitet sie das neue Jahr ein. Darüber hinaus ist das Deutsche Haus in Naruto ein Ort des Austausches mit der deutschen Partnerstadt Lüneburg.
Zwar konnte auch Bandō seinen Status als Kriegsgefangenenlager nicht verleugnen, gehörten Morgenappell, japanische Bewachung, Postzensur und eine Lagerordnung, deren Verletzung selbstverständlich geahndet wurde, zum Alltag und die acht Mannschafts und zwei Offiziersbaracken hätten, obwohl manche Gefangene sogar Gardinen und Blumenkästen anbrachten, bei „Unser Dorf soll schöner werden“ nur Außenseiterchancen gehabt. Dennoch gelang es den Bewohnern, dem Lager zunehmend das Flair einer geschäftigen Kleinstadt zu verleihen. Bereits am 18. April 1917, einen Tag nach der „Erstbesiedelung“, wurde damit begonnen, die Hauptwege im Lager zu befestigen; ab Oktober stand auch in begrenztem Maße Strom zur Verfügung, den die Gefangenen allerdings selber bezahlen mussten und der größeren Anforderungen nicht standhielt, so dass das Netz bei Lichtbilder- oder Filmvorführungen mehrfach zusammenbrach.
Im Südwesten des Lagergeländes entstand ein kleines Geschäftsviertel – in Reminiszenz an das gleichnamige Chinesenviertel und den angrenzenden Handels- und Industriebezirk in Tsingtau „Tapatau“ bzw. „Tapautau“ genannt -, in dem Gefangene in Holzbuden, ebenso wie an anderen Stellen im Lager, ihren Kameraden Lebens- und Genussmittel, handwerkliche Produkte und Dienstleistungen anboten. Sehr bald blühte der Handel mit Kaffee, Zigaretten, Tabak und Bier, und schließlich konnte man sich z.B. auch im Fotostudio ablichten lassen, ein Brausebad oder eine Massage gönnen, Kegeln oder Billard spielen gehen, den Dienst der Lagerdichterei „Pösie“ oder den Wäscheservice in Anspruch nehmen, sich bei einem der Apotheker bzw. Chemiker mit Medikamenten gegen Würmer oder Bronchitis, mit Kosmetika und selbstgebrannten Spirituosen versorgen, die so wohlklingende Namen trugen wie „Hoher Norden“ oder „Bando-Boonekamp“.
Wer wollte, konnte den kleinen botanischen Garten im Lager besuchen, im „Stadtpark“ lustwandeln, auf einem der beiden Lagerseen Segeln oder Rudern, sich in einer selbstgebauten selbstgebauten Laube im sog. „Villenviertel“ auf den Lagerhügeln erholen oder in einem der Bücher aus der am Ende mehr als 6.000 Bände umfassenden Bibliothek schmökern.
ALL dies zeigt, dass Oberst Matsue, der als Kommandant des Vorgängerlagers Tokushima bereits Erfahrungen im Umgang mit den Gefangenen hatte sammeln können, seinen Schützlingen viel Freiheit gewährte. Auch gestand er ihnen eine gewisse Selbstverwaltung zu, so dass manches rasch intern geregelt werden konnte. Es gab Barackenälteste, Unteroffiziere übernahmen organisatorische Aufgaben, Ausschüsse koordinierten Sport und Theateraktivitäten, und Interessensgruppen wie die Hühner- und Entenzüchter fanden sich in Vereinen zusammen, deren Vorsitzende im Problemfall als Ansprechpartner fungierten. Für Tapatau wurde bereits 1917 ein Bürgermeister ernannt, und 1918 erhielten die beiden Lagerteile Bandō-Ost und Bandō-West demokratisch gewählte Oberhäupter.
Ab 2. April 1918 gab es sogar spezielles Lagergeld, dessen Gegenwert in offizieller Währung im Büro hinterlegt war, und am 25. August 1918 startete ein lagerinterner Postzustellservice, für den zwei eigene Briefmarken gedruckt wurden. Matsue ging es offensichtlich nicht nur darum, das Zusammenleben möglichst reibungslos zu gestalten; er wollte auch, dass sich die Gefangenen, für deren missliche Lage er Verständnis aufbrachte, im Lager wohl fühlten und die Zeit der Internierung ohne schwere physische und psychische Schäden überstanden.
LEICHT könnte der Eindruck entstehen, es habe sich angesichts der vielen Freiheiten und
Beschäftigungsmöglichkeiten in Bandō um eine Art Feriencamp gehandelt. Auch der ironische Titel »Fremdenführer durch das Kriegsgefangenenlager Bando«, ein Heft für die im August 1918 aus Kurume kommenden Neuzugänge, scheint dies zu suggerieren. Doch darf nicht vergessen werden, dass die Männer über Jahre zur Untätigkeit verdammt waren, während in Europa der Krieg tobte und sie aus der Ferne hilflos um ihre Angehörigen und Freunde bangen mussten. Viele der Internierten waren in einem Alter, in dem man sich normalerweise beruflich etabliert und eine Familie gründet, was ihnen notgedrungen über fünf Jahre verwehrt blieb. Angesichts dessen erfüllt es mit Hoffnung, dass der Kontakt zwischen Kriegsgegnern im Einzelfall doch zum Ausgangspunkt freundschaftlicher Beziehungen werden können, zumal damals längst nicht alle Deutschen in die Heimat zurückkehrten.
Manche blieben dauerhaft in Japan, andere fühlten sich Japan auch von der Heimat aus weiterhin eng verbunden und stellten über ein halbes Jahrhundert später, als 1972 das „Deutsche Haus Naruto“ in der Nähe des einstigen Lagers Bandō eröffnet wurde, dem Museum bereitwillig Erinnerungsstücke aus ihrer Lagerzeit zur Verfügung, die sie offensichtlich fünf Jahrzehnte lang aufbewahrt hatten.
Auch die 1974 vereinbarte Städtepartnerschaft zwischen Naruto (in das Bandō 1967 eingemeindet wurde) und Lüneburg geht auf einst in Bandō internierte Kriegsgefangene aus Lüneburg zurück. Und so möchte ich schließen mit einem Zitat aus der »Baracke«:
„Überhaupt werden die angenehmen Erinnerungen an die Gefangenschaft meistens mit Bando […] verknüpft sein.“
[ via Japan Forum / August 2007 | pdf ]
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Helms-Museum | Museumsplatz 2 | 21079 Hamburg
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