LOST In Translation – KINO über den Wolken | ex Plaza Hotel

24. September 2011 | Von | Kategorie: Bewegungsmelder, VORSCHAU

Hamburg | SA 24 SEP 11 | Kino in der High End Lounge der 26. Etage des Hotels am Dammtor | Einlass 19 Uhr | inkl. Asia Food & Zimmerführungen | 8,-

Scarlett Johansson

Gemeinsam mit dem Denkmalschutzamt Hamburg lädt das mobile Kino am Wochenende in die Wolken über Hamburg ein. Zum Abschluss des asiatischen Kinoabends fährt der Aufzug zur exklusiven High End Lounge in der 26. Etage des Radisson Blu Hotel (ehem. PLAZA) am Dammtor. Eine Veranstaltung von Flexibles Flimmern – Filme in Bewegung.

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Der Film:

Lost in Translation

Sofia Coppola USA 2003. 97 min.

Sofia Coppola lässt in Lost in Translation zwei einsame Seelen in Tokio aufeinander treffen und begeisterte uns mit diesem melancholischen Seufzer von einem Film. Bob Harris (Bill Murray) ist ein Filmstar im mittleren Alter und gerade in Tokio, um einen Werbespot für eine japanische Whiskeymarke zu drehen. Dabei steckt er bis zum Hals in der Midlife-Crisis. In einem Hotel trifft er auf die junge Charlotte (Scarlett Johansson), die unglücklich verheiratet ebenfalls in einer Lebenskrise steckt. Zwischen den beiden entspinnt sich eine zarte Liebesgeschichte.

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VIDEO | Lost In Translation – Trailer

YouTube Preview Image

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Der in nur 27 Tagen gefilmte Lost in Translation stellt für Regisseurin Sofia Coppola ein ganz persönliches Projekt dar. So soll die Rolle des Ehemannes von Charlotte an Coppolas Ex-Mann, den Regisseur Spike Jonze, angelehnt sein. Auch die Inspiration für die Handlung des Films stammt aus Coppolas engstem Familienkreis:

Der Vater der auf wehmutsvolle Dramen spezialisierten Regisseurin, Regielegende Francis Ford Coppola, drehte einst einen Whiskeywerbespot für die Marke Santori in Tokio. Eben diese Marke wird in Lost in Translation von Bill Murray beworben. Diesem schrieb Coppola die Rolle des Bob Harris auf den Leib.

Hätte Murray abgelehnt, wäre aus dem Projekt wohl nichts geworden, so zumindest die Regisseurin in einem Interview. Der leicht exzentrische Star erschien allerdings erst am ersten Drehtag auf dem Set und sorgte so für Unsicherheit, ob er überhaupt auftauchen würde. Gerade für Bill Murray sollte sich Lost in Translation aber als eine weise Karriereentscheidung herausstellen:

Er gewann für seine traurig-komische Darstellung diverse Preise, darunter den Golden Globe für den besten Hauptdarsteller und wurde für den Oscar nominiert. Letztere Auszeichnung durfte Sofia Coppola für ihren bittersüßen Liebesfilm mit nach Hause nehmen. Sie gewann in der Kategorie „Bestes Originaldrehbuch”. In ihrer Dankesrede bezeichnete sie Bill Murray liebevoll als „ihre Muse”.

Die Zeitung The Guardian warf dem Film „anti-japanischen Rassismus“ vor.
Totally lost in translation, Kiku Day für den Guardian, 24. Januar 2004 ]

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Termine:

Samstag 24. September 2011 | Sonntag 25. September 2011

(Eintritt 8 EUR / Reservierung unter email hidden; JavaScript is required)

Der Ablauf:

  • 19 Uhr Einlass – danach asiatische Speisen und Getränke sowie Zimmerführungen im Radission BLU
  • 20 Uhr Beginn: Der Architekt des Radisson Blu Hotel (ehem. PLAZA), Dipl.-Ing. Stephan Hupertz wird anwesend sein und uns die seltene Möglichkeit bieten, einen Architekten zu „seinem” Denkmal zu befragen.
  • anschliessend Filmbeginn
  • Nach dem Film: – stilvoller Ausklang in der High End Eventlocation im 26. und 27. Stock

Zum Ort:

Das Radisson BLU Hotel Hamburg Dammtor www.radissonblu.de/hotel-hamburg

Das signifikante Hotelhochhaus wurde von den Architekten Schramm und Pempelfort entworfen und 1969-73 gleichzeitig mit dem CCH errichtet, dem ersten Kongresszentrum Deutschlands. Das grösste und höchste Hotel Hamburgs, direkt am Bahnhof Dammtor gelegen, erhebt sich über 27 Etagen und besteht aus sieben gegeneinander verschobenen Elementen. Seit der Neueröffnung 2009 erstrahlt das „Radisson Blu Hotel, Hamburg” in neuem Glanz und bietet seinen Gästen 556 Zimmer und Suiten sowie einen 2122m2 grossen Veranstaltungsbereiche mit unterschiedlichen Raumgrössen.

Der Anlass:

Moderne Denkmäler – ungeliebte geschützte Art

Die Nachkriegsmoderne – für viele steht diese Zeit vor allem für eine radikale, ja menschenfeindliche Stadtplanung im Dienste des Verkehrs, der unzähligen Gründerzeitbauten geopfert wurden, die der Krieg noch stehen gelassen hatte. Zugleich aber steht die Nachkriegsmoderne für eine Zeit des optimistischen, gesellschaftlichen Neubeginns, des wirtschaftlichen Aufschwungs und der großen Architekturvisionen, wie z.B. in der Hamburger City Nord verwirklicht.

Wenn Nachkriegsbauten unter Schutz gestellt werden, wird dies häufig kontrovers diskutiert – umso wichtiger ist es, sich genauer mit den Kriterien der Denkmalpflege zu befassen. Erst seit wenigen Jahren beschäftigt sich die Denkmalpflege mit den Zeugnissen der 60er und 70er Jahre, denn es braucht einen gewissen zeitlichen Abstand, um das bauliche Erbe einer Epoche richtig einschätzen zu können. Über den Denkmalwert entscheidet nicht der gerade herrschende Geschmack, sondern der Zeugniswert und der historische Gehalt der Bauwerke und Grünanlagen. Ein Denkmal muss deshalb weder uralt noch besonders schön sein!

Die Denkmalpfleger haben es nicht immer leicht, den Wert dieser jungen Anlagen zu vermitteln – zu nahe ist uns diese Epoche noch, zu heftig auch mancher städtebauliche oder architektonische Eingriff in die gewohnte Stadt. Ihre Qualitäten erschließen sich nicht jedem auf den ersten Blick und auch deshalb sind sie stark gefährdet. Die Gefahr ist groß, dass sie abgerissen oder grundlegend verändert werden, bevor die Gesellschaft Zeit hatte, diese Architektursprache lesen und schätzen zu lernen. Das ging übrigens den heute so geliebten historistischen Gründerzeitbauten seinerzeit kaum anders, so verurteilte beispielsweise Lichtwark sie in den 20er Jahren auf das Heftigste! Gerade die jüngeren Generationen haben aber bereits damit begonnen, die 70er Jahre richtig gut zu finden.

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Radisson BLU Hotel Hamburg Dammtor | Marseiller Straße 2

20355 Hamburg, Deutschland

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