ENSEMBLE DU VERRE | Stellwerk
30. Oktober 2011 | Von netsamurai | Kategorie: Bewegungsmelder, Konzerte, VORSCHAUHarburg | SO 30 OKT 11 | Stellwerk 20 Uhr | Jazz / Electronica / Breakbeat aus Hamburg | 12,-

JazzNoJazz
Wenn elektronische Beats, Samples und Sounds mit Trompete, Schlagzeug und Kontrabass verwoben werden, wenn mit live gespieltem, gesprochenen Texten und Melodien innerhalb von Songs improvisiert wird, und so immer neue und faszinierende Musik entsteht, dann hat das einen Namen – Ensemble Du Verre aus Hamburg.
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Das Quartet um den Produzenten und Schlagzeuger Sönke Düwer versatzstückt alles. Angefangen mit Schellack-Samples über Jazzrock der 1970er Jahre bis zu Free Einflüssen. Er verschmilzt Breakbeats, Minimal House, Hip Hop, Electro, Ambient, klassisches Songwriting und Spoken Word Poetry.
Penrose Feast (sax), Daniel Cordes (b), Oliver Sonntag (dr / perc.), Sönke Düwer (dr / electr.)
Sönke Düwer, nennt es selbst: „JazzNoJazz aus Deutschland“, der auch international keinen Vergleich scheuen muss. Ein musikalisches Highlight, das in einer Liga mit Massive Attack und Tricky spielt.
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The Contemporary Cowboy
Was macht der Cowboy auf dem U-Bahnhof? Er spielt sein ewiges Lied… Er ist keiner, der sich verirrt hat, denn er ist nicht der klicheebesetzte Cowboy aus unserer schlichten Hollywoodfantasie, sondern ein urbaner Mann von Welt: Der Contemporary Cowboy. Sowie das Leben des Cowboys vielfältig und abwechslungsreich ist, ist auch die Musik des 5. Ensemble Du Verre Albums stilistisch nicht aus einer Schublade. Und dennoch ist sie eine kraftvolle Aussage über den unbedingten Willen sein eigenes Ding zu machen; gleich dem Cowboy, dem Mann mit dem “True Grit”.
TONTRÄGER | Ensemble Du Verre - The Contemporary Cowboy 2011 | Preview Player
Die verschiedenen Pole zwischen denen der Cowboy sich bewegt, also Natur, Großstadtleben, Fernweh und Heimatliebe, lebt er ohne Widerspruch. Sie entsprechen seinem Lebensstil und seinen Leidenschaften. All das findet sich in der Musik wieder und kommt durch traditionell gespielte akustische Instrumente, programmierte Electronics, starke Arrangements und freie Improvisationen und vor allem durch Beats, Sound und sich im Ohr festsetzende Melodien zum Ausdruck.
Wer sich das nicht vorstellen kann, dem sei das Video zum Titelsong “The Contemporary Cowboy”, das Anfang September veröffentlicht wird, empfohlen.
Sönke Düwer, der sein Ensemble seit 2003 betreibt, hat für dieses Album eine kleine Gruppe von Musikern zusammengestellt, die bisher beim Ensemble Du Verre noch nicht zu hören waren. Dem englischen Tenorsaxophonisten Penrose Feast verdankt die Platte seinen Jazzeinfluss und seine große melodische Vielfalt. Der Berliner Kontrabassist Mark Muellbauer hat warmen tiefen Sound und die entscheidende Energie beigefügt. Der Lübecker Schlagzeuger Oliver Sonntag, der auf einigen Stücken an einem weiteren Drumset kreative Beats und Sounds eingespielt hat, verleiht der Platte ihren großen instrumentalen Sound. Die Eden Sängerin und langjährige vokale Partnerin des Ensembles Ute Lorenzen fügt bei “Seven Miles Down” einen überirdischen Chor hinzu, während der Hamburger Gitarrist Lothar Müller auf “All Hat And No Cuttle” eine allermodernste Westerngitarre beisteuert.
Dieses Album ist der gefühlte Nachfolger des preisgekrönten E.D.V. Albums “Sanctuary for Animals” und zeigt eine Manifestierung der großen Eigenständigkeit und Selbstständigkeit des Komponisten, Musikers und Produzenten Sönke Düwer, der neben seiner Tätigkeit als Schlagzeuger alle Keyboards, Gitarren, Electronics und Percussion eingespielt hat.
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Das Ensemble um den Hamburger Schlagzeuger Düwer hat für sein Album „Sanctuary For Animals“ den Preis der deutschen Schallplattenkritik 2008 verliehen bekommen. 2010 ist der zweite Teil der Remix-Serie erschienen.
Sanctuary For Animals (11 Collages) Rmx [Vinyl LP]
Mit „Sanctuary For Animals“, dem dritten Album vom Ensemble Du Verre, legt Sönke Düwer aka Batterie Du Verre eine Sammlung von Collagen vor. 11 Bilder, geformt aus musikalischen Elementen.
Düwer versatzstückt alles. Angefangen mit Schellack-Samples über Jazzrock der 1970er Jahre bis zu Free Einflüssen. Er verschmilzt Breakbeats, Minimal House, Hip Hop, Electro, Ambient, klassisches Songwriting und Spoken Word Poetry. Er testet seine Stücke auch auf Clubkompatibelität. “Wenn die Leute sogar tanzen, ist das schon mal nicht so falsch”, sagt er. Dabei wirkt das Ganze wie ein Soundtrack zu einem Film, der beim Zuhören vor dem geistigen Auge entsteht; wie Kino aus Musik. Düwer ist ein Frickler, der in seinem Studio die Zeit verlieren kann. “Ich bin ein Magnet. Musik zieht mich an.”
Nachdem dann die Aufnahmen im eigenen Studio “Batterieraum” eingespielt waren, ging das Material in den Produktionsprozess. Die ‘rohe Musik’ wurde mit Sounddetails und musikalischem Input von Gästen – Bene Aperdannier – Rhodes/Wurlitzer, Stefan Kuchel – Saxofone, Jens Voightländer – Gitarre, Ursula Rucker – Vocals und Ute Lorenzen – Vocals gefüllt.
Wie kam es zu den Poetry-Stücken? “Ich lese unheimlich gerne”, sagt Sönke Düwer. “Ich bin froh, eine Buchhändlerin meines Vertrauens zu haben. Die sortiert mir die Bücher vor. Die Sachen, die mich anspre-chen, müssen diesen Kawumms haben. Das ist beim Buch nicht anders als in der Musik. Schließlich bin ich studierter Schlagzeuger.” „Sanctuary For Animals“ imponiert durch eine enorme Stilvielfalt und dennoch ist das Album ‘rund’.
Dabei geht Düwer den mit „facing, transparent“ (2003 Fante Records/SPV) und „Sing Me Something“ (2005, Fante Records/SPV) beschrittenen Weg der Synthese aus verschiedenen Elementen konsequent weiter. Im Gegensatz zu seinen ersten zwei Veröffentlichungen ist aber der akustische Anteil auf „Sanctuary For Animals“ wesentlich größer. Loops und Electronica integrieren sich in dichte Instrumentalstrukturen, Spannungsbögen, Szenenwechsel. Saxofon, Trompete, Fender Rhodes und Wurlitzer, Kontra- und E-Bass, Drums und Percussion, Samples, Stimme und Gitarre lassen die Stücke lebendiger klingen, die Musik ist reifer als auf den beiden Vorgängern.
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VIDEO | Just Another Thursday Morning feat. Ursula Rucker
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Besonders fruchtbar ist die Zusammenarbeit mit Ursula Rucker, der Poetry-Ikone aus Philadelphia. Mit „Sanctuary For Animals“ geht sie bereits in die dritte Runde. Rucker steuerte schon Text und Stimme für „Or Is The Moment Gone“ auf „Sing Me Something“ bei, Düwer revanchierte sich mit der Produktion des Stückes „uh-uh“ auf Ruckers letztem Album „ma’at mama“, jetzt gibt sie „Just Another Thursday Morning“, dem ohnehin schon ausdrucksstarken Stück, ihre ganz persönliche Atmosphäre.
Alle anderen Texte stammen von Ute Lorenzen, der Frau von Sönke Düwer. Das letzte Lied „Aureate Barque“ singt sie selbst. Das Stück ist eine musikalische Reprise zu „Ra“, einem weiteren prägnanten Titel des Albums, gleichzeitig gibt es einen Ausblick auf das Songalbum, an dem das Ehepaar zur Zeit arbeitet.
Zeitgleich mit „Sanctuary For Animals“ rief Düwer ein eigenes Label ins Leben: „Batterie“. Dort wird er auch sein Soloprojekt „Energie du Verre“ vorstellen. Die Unabhängigkeit vom allgemeinen Label Betrieb sieht Düwer als Chance für freieren und unkomplizierteren Umgang mit Veröffentlichungen kreativer Musik.
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Stellwerk | Harburger Fernbahnhof, Hannoversche Str.
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